Geschichte

Der Gründung der Musikkapelle gingen sicher kirchliche Auftritte voraus. Früher haben oft
Musikanten die Orgel und den Gesang an Feiertagen begleitet.

Im Jahre 1830 kam es zur Gründung einer Musikkapelle. Als Begründer gilt Mattheus Bilgeri, Welzenbühl 91 (heute Kirchmann)
Er war Orgelbauer und hat auch für unsere Kirche 1844 eine Orgel gebaut.

Der Musikverein Riefensberg hatte einige gute Kapellmeister. Hier eine Aufzählung davon:

1830 - 1846  Mattheus Bilgeri, Welzenbühl 91, war Orgelbauer und Gründer des Musikverein Riefensberg

1846 - 1879 Franz Xaver Fink (Jules Xavere) Bach 25, war über 30 Jahre Kapellmeister,
gleichzeitig auch Leiter des Kirchenchores, Bei Jules wurde sehr viel gesungen und musiiert.
Der Volksliedsammler Pommer zeichnete viele Lieder und Jodler auf, die er bei den Geschwistern Fink hörte
(z.b. Morga früah, wenn d'Sunna lacht) und erhielt sie damit der Nachwelt.

1879 - 1915  Johann Conrad Dorn Dorf 53 und Bach 23, war 36 Jahre lang Kapellmeister und 31 Jahre Chorleiter. Unter
seiner Leitung , mit viel Probenarbeit und Schulung erreichte die Kapelle einen hohen Leistungsstand.

1915 - 1953  Leonhard Fink Fischer 75 bzw. Baser 92, war 34 Jahre Kapellmeister. Er musste nach beider Weltkriegen den Verein
neu aufbauen und übergab den Taktstock an seinen Sohn Gebhard.

1953 - 1979  Gebhard Fink Basern 92 , der dann 26 Jahre die Kapelle dirigierte. Unter seiner Dirigentschaft
wurde die Uniform gegen die Tracht ausgetauscht.

1979 - 1996  Anton Dorn Dorf 39, war 17 Jahre Kapellmeister. Er ist ein Enkel des ehemaligen
Kapellemeister Johann Conrad Dorn (1879 - 1915) .

1996 - 2011 Jürgen Wachter Esch 278 war 14 Jahre lange Kapellmeister. Er stammt aus Lingenau,  wo auch sein
Vater Kapellmeister war. 

2011 - Nov 2017     Jürgen Suranyi   Bregenz, stammt aus Burgenland und ist im Bregenzerwald und Unterland als Musiklehrer tätig.

Dez.2017  -            Bilgeri Wolfgang kommt von der Nachbargemeinde Hittisau, ist Musiklehrer bei der Musikschule Bregenzwald und spielt Posaune bei Sonus Bras Ensembles

 

Geschichte Riefensberg (Kirche)

 

Schon vor dem Jahre 1000 nach Christus gehörte das Gebiet des heutigen Bregenzerwaldes den Grafen von Montfort in Bregenz. Jäger der Grafen durchstreiften die wildreiche Gegend. Sie bauten an der Stelle, wo heute die Kirche steht – „am Jagbach“ – einen wehrhaften Turm gegen Wind, Wetter und wilde Tiere. Um dieses Bauwerk siedelten sich mit der Zeit Bauersleute an, die aus dem Mittelbregenzerwald kamen.
Aus dem Jahr 1249 stammt die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens, damals „Rivinsperc“ genannt.
Die Montforter schenkten dem Kloster Mehrerau bei Bregenz den westlichen Teil des heutigen Gemeindegebietes. Nach einer umfangreichen Rodung entstand ein Großgutshof mit Lehenshöfen. So entwickelte sich ein zweiter Siedlungskern in der heutigen Parzelle „Meierhof“.
Im Verlauf der Jahre wurde an den Jagdturm eine Kapelle angebaut, die dem hl. Leonhard geweiht war.
Entsprechend den Besitzverhältnissen war auch die Zugehörigkeit zur kirchlichen Obrigkeit verschieden. Die Siedler im Montforter Reichsgebiet mussten nach Egg zur Kirche, jene auf Mehrerauer Gebiet nach Lingenau. Auch die Toten mussten zu den entsprechenden Kirchen gebracht werden.
Die wachsende Einwohnerzahl, vor allem aber die weiten, unzumutbaren Kirchwege (4 – 5 Stunden Fußweg nach Egg) waren überzeugende Gründe, dass Riefensberg im Jahr 1426 zu einer selbständigen Pfarre erhoben wurde. (Der Mehrerauer Teil kam jedoch erst im Jahr 1537 zur Pfarre.) Der Pfarrgröße entsprechend wurde in den Jahren 1426 – 1430 an Stelle der bisherigen Kapelle eine Kirche errichtet.
In den Jahren 1818 – 1821 wurde die Kirche vergrößert.
1969 – 1971 erfolgte eine Generalsanierung innen wie auch außen.
Weitere Sanierungen erfolgten 2012 außen und 2015 innen.
Im Jahr 2015 wurde auch der Dachstuhl saniert und mit einem Kupferdach gedeckt.
Der Kirchenpatron ist der Bauernheilige „St. Leonhard“. Sein Fest wird jährlich von der ca. 1.000 Seelen zählenden Gemeinde am 6. November gefeiert.

 

 

Ausstattung in der Kirche

Aus der gotischen Kirche (1426) stammen das Sakramentshäuschen, das Mittelfenster mit seinem  Fischblasenmaßwerk und ein Apostelkreuz. Eine Inschrift auf der linken Seite bezeugt den Ortsnamen „..ivinsperg anno 16..“
Die Seitenaltäre und die Kanzel aus Stuckmarmor haben die letzte Renovierung „überlebt“, der Hochaltar wurde leider abgebrochen. Sie sind bzw. waren in Stuckmarmor ausgeführt. Das einstige Hochaltarbild mit der Darstellung der Kreuzigung Jesu und die beiden Seitenaltarbilder, rechts eine Darstellung des hl. Josef mit dem Jesuskind, links die Himmelskönigin Maria mit Sternenkranz, stammen von Georg Lacher aus München, geschaffen in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts. 
Das Bild des ehemaligen Hochaltars wie auch die Bilder der Seitenaltäre wurden im Jahr 2015 restauriert und wieder dort eingefügt, wo sie bis zur Renovierung in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts ihren Platz hatten.
Auch das Deckengemälde „Mariä Himmelfahrt“ bzw. „Krönung Mariens“ wurde 1843 von Georg Lacher geschaffen.
Die Kreuzwegstationen stammen laut „Dehio“ aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Auf der rechten Seitenwand des Kirchenschiffes hat eine Statue des Kirchenpatrons St. Leonhard einen eher provisorischen Platz gefunden.
Die beiden Fenster auf der Empore (hinter der Orgel) zeigen rechts das Wappen der Gemeinde Riefensberg, das Jagdhorn, und links das Montforter Wappen, das inzwischen auch zum Wappen des Landes Vorarlberg geworden ist.
Der Volksaltar und der Ambo aus Stein wurden den liturgischen Vorgaben des 2. Vatikan. Konzils (1962 –1965) entsprechend geschaffen.
Im Zuge des Neubaus einer Orgel wurde 1994 auch eine neue Empore errichtet. Die Orgel wurde 1995 von der Firma Rieger, Schwarzach, geschaffen. Sie ist eine mechanische Orgel mit Hauptwerk und Rückpositiv, mit zwei Manualen und Pedal. Sie verfügt über insgesamt 16 Register.
Das Geläut der Pfarrkirche besteht aus vier Bronzeglocken mit einem Gesamtgewicht von ca. 5.000 kg. Sie wurden im Jahr 1950 von der Firma Oberascher in Salzburg gegossen und erklingen vom 45 Meter hohen Turm.
Mit ihrem Stundenschlag, dem täglichen Angelus-Läuten und alle zusammen als Sonn- und Festtagsgeläute erinnern sie die Gläubigen daran, die ganze Lebenszeit als Gottes Geschenk zu betrachten.

 




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