Projekt "Paris - Vorderwald": Startveranstaltung am 21. November ab 20 Uhr im R.-v.-Bergmann-Saal in Hittisau

Vier Wochen lang ausprobieren, was die Weltpolitik in Paris beschlossen hat

2015 von der Weltpolitik bei der Klimakonferenz in Paris beschlossen:
Wir müssen den Treibhausgas-Ausstoß bis Mitte dieses Jahrhunderts auf null reduzieren. Nur so gelingt es, die Temperaturerhöhung unserer Erde auf maximal 2 Grad - besser noch 1,5 Grad zu begrenzen. Gelingt das nicht, ist unser Überleben auf der Erde in Gefahr.

Drei Jahre später:
Die USA treten aus dem Pariser Klimaabkommen wieder aus, die Versprechen der anderen Regierungen sind nicht erfüllt worden. Die mittlere Temperatur ist bereits um 1 Grad angestiegen. Es scheint immer unrealistischer, dass es gelingt, das Ziel von Paris zu erreichen.

Paris - Vorderwald:
15 Haushalte für den Praxistest zum klimaneutralen Leben gesucht: Die Politik reagiert, wenn wir agieren. Darum warten wir nicht, bis sich Gesetze und Rahmenbedingungen von selbst ändern. Wir suchen 15 Haushalte im Vorderwald, die mit uns vier Wochen lang den Praxistest machen:
Gelingt es heute, im ländlichen Raum bereits klimaneutral zu leben? Wenn ja, was können wir dafür tun? Was müssen wir umstellen? Und wenn nicht? Was muss sich politisch ändern, damit das gelingt?
Wir unterstützen die Haushalte beim Praxistest z.B. mit einem Test-Elektroauto, mit einer Energieberatung vor Ort und Tipps, wo sich Engagement am meisten lohnt. Pro Haushalt kann ein Sachbudget für diese Unterstützungen von max. 600 Euro ausgeschöpft werden.

Startveranstaltung am 21. November ab 20 Uhr im Ritter-von-Bergmann Saal Hittisau
Genauere Informationen zum Praxistest gibt es im Rahmen der Startveranstaltung am 21. November ab 20 Uhr im Ritter-von-Bergmann Saal in Hittisau.

Rochus Schertler stimmt uns mit seinem neuen Programm "Kohlrabi, Krabbeltiere und Kollektoren" auf die Bedeutung unseres Alltagsverhaltens ein am besonderen Beispiel des Gartens. Anschließend stehen Experten für Energie, Klimaschutz und Gesundheit für Gespräche zur Verfügung: Was ist ein klimaneutrales Leben? Welche Auswirkungen hat das auf meinen Alltag? Inwieweit beeinflusst das veränderte Verhalten meine Gesundheit? Christian Vögel (Land Vorarlberg), Helmut Burtscher (Illwerke VKW), Lucia Dürr (Ärztin und Osteopathin), Martin Strele (Kairos, Institut für Wirkungsforschung) sowie Georg Bals und Monika Forster von der Energieregion Vorderwald stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Gemeinden freuen sich über zahlreiche Interessierte, der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Das Projekt "Paris - Vorderwald" ist ein Pilotprojekt der acht Gemeinden der Energieregion Vorderwald unterstützt durch den Klima- und Energiefonds und das Land Vorarlberg.

Österreichischer Solarpreis 2018 für die energieregion vorderwald

Vorsitzender Eurosolar Austria Wolfgang Hein, Präsident Eurosolar Peter Droege, Hedda Stützl-Klein vom Bundes- ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Bürgermeister Guido Flatz, Regionskoordinatorin Monika Forster vom Energieinstitut Vorarlberg und Landesrat Christian Gantner freuen sich über die Auszeichnung.
Bildnachweis A. Serra

Österreichischer Solarpreis 2018 für die Energieregion Vorderwald Der Energieregion Vorderwald wurde für ihr Engagement rund um die Nutzung der Sonnenenergie der Österreichische Solarpreis 2018 verliehen. Die Nutzung der Sonnenenergie nimmt in den Gemeinden der Energieregion Vorderwald beim Streben nach Energieautonomie einen wesentlichen Stellenwert ein.

Enorme Zunahme kommunaler PV-Anlagen

So haben alle acht Gemeinden nach und nach PV Anlagen auf kommunalen Gebäuden zur Ökostromerzeugung installiert. Waren es 2010 noch drei kommunale PV Anlagen mit knapp 20.000 kWh Jahresertrag so konnten 2017 schon 20 Anlagen mit einer Leistung von 520 kWp gezählt werden - Tendenz weiter steigend.

Gemeinsame Aktionen und Förderschwerpunkte in der Region als Erfolgsrezept

Als eines der ersten Projekte in der Energieregion harmonisierten die Gemeinden ihre Energieförderungen, die bis 2010 sehr unterschiedlich waren. Ziel der Region war es, in allen Gemeinden einen einheitlichen Grundstock an Förderungen anzubieten. Die Förderungen sollten dabei jährlich wechseln, einen innovativen Impuls zum Klimaschutz setzen und zeitlich begrenzt verfügbar sein. Die regionale Photovoltaik-Aktion (PV Aktion) 2013 führte zu über 65 neuen PV Anlagen in der Region: es wurde ein 5 kWp Rundum-Sorglos-Paket durch regionale Handwerker angeboten. Die Einhaltung von Qualitätskriterien und der Fixpreis erleichterten den Eigenheimbesitzern die Entscheidung für die Stromquelle vom eigenen Dach. Nach der Pilotaktion im Vorderwald und einer weiteren Region fand die PV Aktion in den Folgejahren in zahlreichen Gemeinden und Regionen statt. Insgesamt gibt es in der Region derzeit über 300 PV Anlagen mit einer Leistung von rund 3.400 kWp (pro Einwohner 2,5 Mal so viel wie im Landesschnitt).

Großer Erfolg mit dem Solaranlagen-Check

Ein großer Erfolg war der gemeinsame Förderschwerpunkt Solaranlagen-Check, der 2014 und aufgrund der großen Nachfrage auch 2016/17 von den Gemeinden angeboten wurde. Es wurden über 300 thermische Solaranlagen überprüft. Wird das Potential aller überprüften Anlagen optimal genutzt, dann können jährlich rund 300.000 kWh mehr aus den bestehenden Anlagen generiert werden. Das entspricht einer Menge von rund 30.000 Liter Heizöl. Die Öffentlichkeit wurde in der Folge anhand eines Postwurfs informiert, wie jeder Anlagenbesitzer selbst kontrollieren kann ob die eigene Solaranlage den entsprechenden Ertrag bringt. Der Solaranlagen-Check wurde in der Energieregion Vorderwald 2014 erstmalig pilothaft umgesetzt wurden. Mittlerweile wurden in Vorarlberg schon über 1.200 Solaranlagen-Checks in 43 Gemeinden umgesetzt, auch in anderen Bundesländern wurde der Solaranlagen-Check realisiert.

Gratis Brennholz über die Brennholzbörse

Die Vorderwälder Brennholzbörse bringt Brennholzsuchende mit Waldeigentümern zusammen - und das zum Vorteil von beiden. Zusätzlich profitieren Wald und Klima.

Es gibt im Vorderwald hervorragende Wälder mit hohem Wachstum; nicht immer wird das gesamte verwertbare Holz aus dem Wald entfernt, z.B. weil ein Waldbesitzer nach einer Waldnutzung keine Möglichkeit hat, den Schlag von Brennholz zu räumen. Andererseits heizen viele Vorderwälder mit Holz, haben aber keinen eigenen Wald um selbst Brennholz zu machen.

Um diese beiden Gruppen zusammenzubringen, wurde die Idee der Vorderwälder Brennholzbörse geboren: Waldbesitzer, die einen Schlag zur Räumung haben und dies aber nicht selbst machen, kontaktieren Brennholzsuchende, die selbst Brennholz aufarbeiten möchten. In der Regel kann der Selbstwerber das Holz kostenlos verwerten. Die positiven Begleiterscheinungen sind ebenfalls kostenlos: Bewegung in der gesunden Waldluft und neuer Lebensraum für die Jungpflanzen im Wald.

Und wie bin ich dabei?

Als Brennholzsuchender aus dem Vorderwald meldest du dich bei deiner Gemeinde oder unter www.energieregion-vorderwald.at an. Alle angemeldeten Teilnehmer werden in einer Liste zusammengefasst, auf www.energieregion-vorderwald.at veröffentlicht und ständig aktualisiert. Über diese Liste können Waldbesitzer Brennholzinteressenten kontaktieren.

Buntes Programm beim Abschluss des Klimaschulen-Projekts

Ein buntes Programm erwartete die BesucherInnen bei der Abschlussveranstaltung des Projekts "KLIMA, LECKER, LOS!" der Klimaschulen Langenegg, Krumbach und Riefensberg am Freitag dem 15. Juni. Gespannt lauschten die rund 300 BesucherInnen den Projektvorstellungen der Schülerinnen und Schüler und bekamen so einen kleinen Einblick in das Klimaschulen-Jahr. Von mehr als 100 neu gepflanzten Bäumen und einem erlebnisreichen Waldtag berichteten die Schülerinnen und Schüler der Schule Langenegg. Mercédesz, Hannah und Emma schilderten welche Experimente und Energieworkshops die Kinder der Volksschule Krumbach begeisterten und was der Kinder-Klimakongress zu bieten hatte. Sichtlich stolz präsentierten die Drittklässler der Volksschule Riefensberg den eigens erstellten Flyer "Regionale Lebensmittel und Spezialitäten vom Rüfoschberg".

Und auch eine Premiere stand auf dem Programm: Erstmals wurden die eigens getexteten Lieder "Blühende Straßen" und "Schoolwalker" von den 170 Schülerinnen und Schüler gemeinsam zum Besten gegeben. Im Anschluss an dieses musikalische Highlight hatten die Besucherinnen und Besucher auf dem gesamten Schulgelände die Gelegenheit unterschiedlichste Exponate, Skulpturen, Upcycling-Produkte, Experimente und Filme zu entdecken und Köstlichkeiten aus der Dorfsennerei und den Schulgärten zu genießen. Auch die Bürgermeister Kurt Krottenhammer (Langenegg), Egmont Schwärzler (Krumbach) und Ulrich Schmelzenbach (Riefensberg) machten sich ein Bild vor Ort und waren sichtlich begeistert.

Bunte Straßen und Blumen

Bunt waren neben dem Programm auch die Straßenflächen und die unzähligen Sperrholzblumen die von den Kindern bemalt wurden und das Schulgelände schmückten. An allen drei Schulen machen die "blühenden Straßen" zukünftig darauf aufmerksam, dass die Verkehrsflächen auch Lebensraum und Schulweg für die Kinder sind. "Bei der schulübergreifenden Aktion schoolwalker wurden die Kinder und Eltern animiert das Elterntaxi gegen einen Schulweg zu Fuß oder per Bus einzutauschen. In nur acht Wochen konnten rund 11.000 Autokilometer eingespart werden.", freuen sich die Schulleiterinnen Fabienne Hopfner (Volksschule Krumbach) und Marianne Dorn (Volksschule Riefensberg) sowie Schulleiter Bernhard Dorner (Schule Langenegg).

Als Gastgeschenk bekamen die BesucherInnen von den Kindern eine sogenannte "Klima-Kugel" überreicht. Während die bunten Holzblumen die Aufmerksamkeit der AutofahrerInnen auf sich lenken, sollen die selbstgemachten und mit Phacelia-Samen gefüllten Saatkugeln für Artenvielfalt und heimische Bienen in den Gärten der BesucherInnen sorgen. Die Botschaft der Klimaschulen-SchülerInnen war klar: Jeder und Jede kann einen kleinen Beitrag leisten! Das Projekt Klimaschulen der Energieregion Vorderwald ist eines von 22 Klimaschulen-Projekten des Klima- und Energiefonds. Weitere Informationen unter www.energieregion-vorderwald.at

Gemeinden unterstützen 2018 die Aktion Job-Rad Vorderwald

Die Energieregion Vorderwald hat 2017 die Aktion Job-Rad Vorderwald ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion können Arbeitgeber einen wichtigen Beitrag für die Mitarbeiter- gesundheit und zur Lebensqualität in der Region leisten:

Der Arbeitgeber stellt dem Mitarbeiter ein "Dienstfahrrad" zur Verfügung, das der Mitarbeiter für den Weg zur Arbeit sowie für dienstliche und private Fahrten nutzen. Der Mitarbeiter ist damit gesund und umweltfreundlich unterwegs. Er sucht sich sein Job-Rad selbst beim Fahrradhändler aus. Mit der Nutzung des Fahrrads wird der PKW-Verkehr und der Parkplatzbedarf reduziert. Der Mitarbeiter zahlt eine monatliche Nutzungsgebühr für das Fahrrad. Nach vier Jahren kann der Mitarbeiter das Job-Rad um einen symbolischen Euro erwerben.

Die Anschaffungskosten für ein Job-Rad sind attraktiv: die drei Job-Rad Partner in der Region - Intersport Spettel, Hittisau; Sport Gotthard, Hittisau; GBike Günther Berkmann, Krumbach - geben 10 % Rabatt (mind. auf ausgewählte Modelle). Der Arbeitgeber kann außerdem unter bestimmten Voraussetzungen Förderungen für das Job-Rad von Bund und VKW abholen.

Im Jahr 2018 fördern die Vorderwaldgemeinden zudem jedes von einem Betrieb angeschaffte Job-Rad mit € 100,--.

Infos:

Infos JobRad für Arbeitgeber

Nutzungsvereinbarung JobRad

Bezugsschein Muster (Sulzberg)  

"Vom Rüfoschberg"

Im Rahmen des Klimaschulen-Projektes erstellten die SchülerInnen der 3. Klasse der Volksschule Riefensberg mit Schulleiterin Marianne Dorn den Informationsfolder "Regionale Lebensmittel und Spezialitäten vom Rüfoschberg". Darin sind Lebensmittelhändler und Lebensmittelproduzenten aus Riefensberg angeführt. Um lange Transportwege einzusparen und dabei den Ausstoß von CO2 zu verhindern, möchten die Schülerinnen die Bevölkerung anregen, regionale Produkte aus unserem Ort zu kaufen, soweit dies möglich ist.
Infofolder

Infos

Projektkoordinatorin
Energieinstitut Vorarlberg
Monika Forster
T +43 (0)699 13120284
E info@remove-this.energieregion-vorderwald.at
www.energieregion-vorderwald.at

Ansprechpartnerin in der Gemeinde
Karoline Willi
T +43 (0)5513 8356-0
gemeinde@remove-this.riefensberg.at

Gemeinde Riefensberg | Dorf 157 | 6943 Riefensberg | T +43 5513 8356 0 | F +43 5513 8356 6 | E-Mail Gemeinde | E-Mail Tourismusbüro | E-Mail Bürgermeister | Impressum

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